Derart gut organisiert, waren für die nächsten Jahre nicht unbedingt bahnbrechende Neuerungen zu verzeichnen. Es war vielmehr die Zeit, das Bestehende zu festigen und zu ergänzen. Aber auch - oder gerade dies brachte sehr viel Arbeit mit sich und erforderte von allen viel Engagement. Nicht selten wurden in den Sitzungen teils heftige Diskussionen geführt und manches Problem stand mehr als einmal auf der Tagesordnung. Die häufigen, anfänglich noch als Mitgliederversammlungen abgehaltenen Sitzungen wurden nach und nach durch Vorstandsitzungen im Abstand von ca. 2 Monaten abgelöst.Im Jahre 1980 zählte der Club nun schon 43 Mitglieder und hatte sich auf die Bootsklassen 470, Laser und Hobie Cat 16 festgelegt. Auf dem Bootsliegeplatz wurde es langsam eng, denn es mussten 31 Boote untergebracht werden. Man dachte bereits laut über einePlatzvergrößerung nach. Hinzu kam, dass Surfen in den letzten Jahren immer mehr zum Modesport wurde. Also plante man zur Lagerung der zwischenzeitlich 17 Surfbretter den Bau eines überdachten Ständers. Auch ein Geräteschuppen und ein Toilettenwagen waren im Gespräch. Man arbeitete in diesem Jahr auch weiter an der Uferbefestigung. 1981 wurde dann der Surfständer seiner Bestimmung übergeben, unser Stromanschluß wurde gelegt und die Platzordnung konzipiert. Viele Probleme bereiteten weiterhin die stetig wachsende Anzahl Surfer auf dem See. Man konnte fast schon von einer explosionsartigen Ausbreitung sprechen. Der Ursachen gab es mehrere. Zum Einen wurde das Seengebiet als Freizeitzentrum bis in den tiefen Kraichgau hinein immer bekannter und beliebter. Zum Anderen löste der zwischenzeitliche Gesinnungswandel unserer Gemeindeverwaltung, die nach gerichtlichen Querelen, Segelerlaubniskarten ohne Begrenzung an alle interessierten Surfer ausgab einen regelrechten Run auf den Erlichsee aus. Und so schätzte man an den Sommerwochenenden die Surfer auf unserem See auf über 200. Dies bedeutete für uns erhebliche Ablaufschwierigkeiten beim Regattabetrieb, zumal vor allem die Katamarane viel schneller waren, als sich das so mancher Surfer träumen ließ. Ein Glück, dass es in dieser Zeit nicht zu schweren Unfällen kam.